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Gedichte aus vier Zyklen von 1991 bis 1997 |
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Prismennichtigkeiten #2 |
In mir, der ich bin, stirbt stumm der Wind, der Wolken brennend Licht verdichtet sich
zu fieberndem Geträum. Sturm im Zornesrot verblutet, tropft jeden Tag in Stunden- gläser aus Papier. |
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Verfieberung |
Mir wachsen Federn unter meinem Fuß, Daunen wie Libellenflügel. In Meinen Träume zu ertrinken
Drohe ich, greife Nach deines Nabels Schmuck - Metall reißt Fleisch: Du blutest, lächelst Lüstern deine Qual.. |
Mir wachsen Federn unter meinem Fuß. Gardez! Die Dame! höre Ich dich rufen Gegen Stein Die Stimme hohl -
Ein Echo wohl. |
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Göttliches Gewitter #16-51 |
Aufgeplatzte Lippenpaare spritzen Blut ans Firmament, als Sänger schwarzer Kunst die Stille hymnisch preisen,
in ihren eigenen Kreisen schwelgen, durch selbst- gemachte und erdachte Zonen aus Raumzeitschneckenhäusern reisen, suchen, niemals finden, winden sich in Seelen-
schmerzen und verschwinden in sich selbst. |
Aufgeplatzte Lippenpaare zittern, baumeln frei das Kinn herab,
summen unbekannte Melodien; Soldaten ziehen wieder durch das Land, das Leben findet statt in einer Regenwolke, in Strathossphären-Über-Ich-Visionen wimmern Bucklige und
mauern sich in Türme ein: |
Das ist es. Das kreuzt es. Das krönt es. Darauf ruht es. Das war zuvor. Das kommt danach und Das bist du.
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Militärisches |
Schützen graben, töten Blicke, Augen brennen, tränen trocken - Staub bedeckt den Tag. |
Dämmerung ist licht, kost, glättet Kanten zwischen Tag und nachts, wenn alle Tage schlafen,
preßt Zeit in ein Quadrat. |
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