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Was WIR ÜBER UNS zu sagen haben

 

Wir, das sind Gisela und ich, Heiner (eigentlich Heinz, aber Gisela und die meisten unserer Freunde nennen mich Heiner). Was das Motorradfahren angeht, sind wir Spätberufene, denn unsere Leidenschaft haben wir erst entdeckt, als wir die Vierzig schon fast erreicht bzw. leicht überschritten hatten.

Angefangen hat es bei uns mit einer Vespa PX200, die wir unserer Nachbarin und Freundin Monika abgekauft hatten - was sollte Monika auch mit einer Vespa und einer Yamaha SR500 gleichzeitig anfangen? Jedenfalls waren die 10 PS unserer Italienerin genau die richtige Einstiegsdroge.

Heinz auf einer Zündapp 1948

Ein wenig hinderlich war zwar, daß Gisela zu diesem Zeitpunkt noch keinen Führerschein der Klasse 1 besaß, aber das sollte sich bald ändern. Ich hingegen war bereits ein alter Hase, wie das Foto von 1949 mit "meiner" 125er Zündapp eindeutig beweist.

Heinz auf einem Karussel
Meine erste Fahrpraxis erwarb ich dann später auf einer Maschine unbekannter Abkunft. Zwar habe ich danach - außer beim Erwerb meiner Führerscheine 1 und 3 im Jahre 1965 - auf keinem Motorrad mehr gesessen, aber Motorradfahren und Schwimmen verlernt man ja bekanntlich nicht.

Gisela als Sozia 1952
Gisela entpuppte sich jedenfalls als vorbildliche Sozia - kein Wunder, hatte sie dieses doch schon seit Ihrem dritten Lebensjahr trainiert - und bald gab es im Mittelrheingebiet keine Straße mehr, die wir nicht mit unserem silbergrauen italienischen Geschoß unsicher gemacht hätten. Leider oder glücklicherweise riß uns auf einer dieser wilden Fahrten der Kupplungszug (typische Vespa-Krankheit), so daß wir das gute Stück zur Reparatur bringen mußten.

Yamaha XV250
Während wir auf die Fertigstellung warteten, vertrieben wir uns die Zeit im Verkaufsraum des Vespa/Yamaha Vertragshändlers und unser Blick fiel auf eine Yamaha XV250 Virago mit 250ccm und sagenhaften 17 PS - WOW! Also gleich weg mit der Vespa (was wir bis heute bereut haben, wir hätten sie als leichtes Stadtgefährt ruhig behalten sollen, aber nun ist's zu spät) und her mit der Virago!

Yamaha  XV535
Jetzt gab es für Gisela kein Halten mehr und 1991 hatte auch sie ihren Einser, welches wiederum mich veranlaßte, ihr die kleine Virago abzutreten und mir eine Yamaha XV535 Virago mit 46 PS zuzulegen.

LINK: www.ibmklub-mainz.de/motorrad
Mit diesen heißen Maschinen trauten wir uns nun auch, der Motorradsparte des Mainzer IBM Klubs beizutreten, mit einer 10 PS Vespa wären wir uns doch arg mickrig vorgekommen. Bei den Gleichgesinnten im Klub haben wir dann auch endlich gelernt, daß Motorradfahren ein bißchen mehr ist, als nur Gas zu geben...

LINK: www.ghwebsite.de
So arbeiteten wir uns nun schrittweise nach oben. Die beiden kleinen Viragos wurden alsbald wieder verkauft und wir endeten vorerst mit einer 34 PS starken Suzuki LS650 Savage (Gisela) und einem damals wirklich großen Chopper, die Yamaha XV1100 Virago mit 62 PS (ich).

Anmerkung: die XV250 und die Suzi leben noch, von der Vespa und der XV535 wissen wir's nicht, aber die XV1100 hat der damalige Käufer inzwischen zerbröselt... Friede ihrer Asche!

LINK: www.hbgl.net/usaSo weit, so gur. Im Dezember 1994 ereilte uns dann der Ruf, ab Januar 1995 für einige Jahre in die USA umzuziehen, und so verkauften wir unsere beiden Maschinen, denn jetzt war es nun wirklich an der Zeit für richtige Motorräder.

LINK: www.catholic-forum.com/saints/saintbvm.htm
Aber es sei hier allen Motorradfahrern zum Troste gesagt: vor eine richtige Harley-Davidson hat die Jungfrau Maria, ihres Zeichens Schutzpatronin aller Biker dieser Welt, mindestens ein Fremdprodukt gesetzt - es gibt also noch Hoffnung!
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Das sind wir
im Jahr 2001

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