Pressestimmen

 

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Auf dieser Seite finden Sie einige Zeitungsausschnitte mit Berichten über die Kettwichte (es gibt sicher noch mehr, aber das ist leider alles, was ich besitze). Weil die Texte auf den Scans nicht zu lesen sind, habe ich sie Ihnen daneben geschrieben. Zusätzlich finden Sie jeweils auch eine PDF-Version zum Ansehen, Drucken und/oder Download.
Ich bitte die mindere Qualität der Ausschnitte und der Fotos zu entschuldigen, das Papier ist leider schon arg vergilbt und ich habe es trotz vieler Mühen selbst mit meinem modernen Bildbearbeitungsprogramm nicht besser hinbekommen.

Rheinische Post
vom 29. November 1966

Rheinische Post 29.11.66

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Von links nach rechts: Wim, Hans-Gerd, ???, Bernd

 

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"Wichte" machten große Schritte
Kabarett der Kettwiger Gymnasiasten fand viel Beifall
Von unserem Mitarbeiter Heinrich Arndt
KETTWIG. "Die Kettwichte" - das Schülerkabarett des Theodor-Heuss-Gymnasiums Kettwig - traten mit ihrem neuen Programm "Führung: mangelhaft" an die Öffentlichkeit. Um es gleich zu sagen: Was die Schülerinnen und Schüler ihrer Umwelt freimütig testierten, traf auf sie selbst nicht zu. Sie hinterließen einen großartigen Eindruck. Ihr Spiritus rector, Oberstudienrat Dr. König, kann mit seiner Truppe sehr zufrieden sein. Das erste eigene Programm war zugleich ein Volltreffer.
In den letzten Jahren entstanden an vielen Höheren Schulen Schülerkabaretts. Anfänglich den "Professionals" vorbehalten, nahm das Kabarett seinen Weg über die Studenten der Hochschulen - gleichsam ansteigend - auch in die Höheren Schulen. Zunächst selbst aufgespießt, erkannten einige Pädagogen das hier ein "Mittel" heranwächst, das in der Erziehung vortrefflich zu gebrauchen ist. So stieg zwar die Zahl der guten und schlechten Kabaretts, aber sie sind sozusagen "subventioniert" und damit für den echten Kabarettisten kein Kabarett mehr.
Fast zwei Stunden spießten die "Kettwichte" auf, die Pointen wurden deutlich und reizten zum Lachen oder Nachdenken, nur - die Spitzen vermochten die aufs Korn Genommenen nicht immer recht zu treffen. Die "Kettwichte" sollen sich auch gar nicht ermuntert fühlen "echte" Kabarettisten zu werden. Sie täten nämlich etwas, was einem Schüler nicht zukommt, zumindest in der Öffentlichkeit nicht.
Diese Öffentlichkeit war sehr stark vertreten, der Wichernsaal war voll besetzt, und das Publikum folgte mit großem Wohlwollen den gelungenen Darbietungen. Das Programm umfaßte 22 Nummern und damit wirklich alle gängigen Lebensbereiche. Stark waren Politik und Schulpolitik vertreten. Der bald abzuleistende Wehrdienst warf seine deutlichen Schatten auf die Vorführungen. Starfighter und U-Hai boten sich als Themen an. Die häusliche Kindererziehung wurde glossiert, Ausflüge in die Zukunft (Klingelpütz 1984) wurden gemacht und das Filmschaffen blieb nicht ungeschoren. Ein Schüler hatte die Musik selbst verfaßt, Bühnenbild, Beleuchtung und einige akustische Hilfsmittel waren zur Hand. Selbst auf die kabarettistischen Schrullen war nicht verzichtet worden. Hatte ein großes Vorbild in vergangenen Zeiten Knöpfe als Eintritt genommen, die "Kettwichte" ihrerseits kassierten 99 Pfennig.
Hatte der Zuschauer einmal Muße, vom Inhalt des Programms abzuschweifen, dann hatte er seine Freude an der Hingabe der Spielenden und an der Intensität, mit der sie versuchten, ihre Meinung zu sagen. Schon in der Vorbereitungszeit (ein Jahr!) Hatte man mit Lust und Arbeitswillen proben und feilen müssen. Während eines Landschulheimaufenthaltes war sozusagen in Klausur das Programm aufführungsreif gemacht worden.
Am besten gelangen die Nummern, in denen der Humor besonders stark durchbrechen konnte. Das wurde z. B. Ganz deutlich in "Leicht beschränkt" und "Hölle ohne". Genauso vortrefflich gelangen die Stücke, in denen bestimmte Lebenssituationen stark ins Groteske gezogen werden konnten. Dafür mögen "Dein Freund und Helfer" und die "Seele in Agfa-Koller" genannt sein. Schwieriger war es ohne Zweifel, als man sich mit der Politik anlegte. Die "braune" Vergangenheit ist für den Schülerkabarettisten eben doch schon Geschichte und damit besonders schwer mit bekannten Schablonen aufzuspießen.
Man kann den Kettwiger Wichten bescheinigen, daß ihnen mit diesem Programm ein Durchbruch in die Welt der Schüler- und Studentenkabaretts gelungen ist. Diese ersten Schritte waren erfreulich groß und nicht die eines (Kett-)Wichtes.

Kettwiger Stadtteil-Zeitung
vom 13. Juli 1982

Kettwiger Stadtteil-Zeitung 13.07.82

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Stehend von links nach rechts: Hartmut, Axel 'Lexa', Sigrid, Bernd, Hans-Gerd, Manfred Schrader, Hildegard, 'King', Wim, Hanns-Lutz.
Kniend von links nach rechts: Udo, Helmut, Gertrud, Rainer

 

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Hier ist die Vergrößerung des obigen Fotos von Ernst König (an seiner Stelle hätte ich mich bei der Redaktion beschwert):

Ernst König

Der Ur-Kettwicht der Ur-Kettwichte
Amnestierter König tritt in den Ruhestand
Nach dem Krieg Kabarettist - später Lehrer geworden
KETTWIG. Morgen ist der letzte Schultag. Für die Schüler beginnt Ende August wieder der Alltag mit Büchern, Heften, Zensuren und Hausaufgaben. Für Dr. Ernst König, Deutsch- und Geschichtslehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium, ist die Schule ab morgen endgültig vorbei. Er tritt in den Ruhestand. Mit Dr. König wird allerdings nicht "nur" ein Lehrer verabschiedet. Mit ihm verläßt der Gründer eines der erfolgreichsten Schülerkabaretts der Bundesrepublik die Schule. Ohne ihn hätte es die "Kettwichte" nie gegeben!
Es war kein Zufall, daß ausgerechnet er bei seinem Dienstantritt 1965 ein Kabarett ins Leben rief. Satire, Spott und Ironie auf der Bühne hatten sein Leben seit 1947 begleitet. "Eigentlich war es eine enttäuschte Liebe", erklärt Ernst König. "Mit dem zweiten Weltkrieg gingen für viele Jugendliche auch Illusionen in Trümmer. Wir mußten feststellen, daß wir an eine Lüge geglaubt hatten!"
Dieser Feststellung verdankt eins der besten Kabaretts der Nachkriegszeit seine Existenz. "Die Amnestierten" - zunächst nur eine Studententruppe - wurden bald über die Grenzen der Bundesrepublik bekannt, ihre Mitglieder zählen noch heute zu den bekanntesten Kabarettisten: Hans-Jürgen Diedrich, Hanne Wieder, Ursula Noack - Namen, ohne die deutsches Kabarett nicht denkbar wäre, standen auf den Plakaten der "Amnestierten".
"Wir waren die erste Theatergruppe, die im Fernsehen auftrat. Bei der Funkausstellung in Berlin 1950 konnte unser Programm allerdings nur in 100 Meter Entfernung empfangen werden", berichtet König.
Sie waren auch die ersten Deutschen, die nach dem Krieg in Kopenhagen auftreten durften. Dr. König: "Allerdings hatten wir vor der Pause nur die fünf Studenten als Zuschauer, die uns eingeladen hatten. Am Ende der Vorstellung waren 250 Leute im Saal. Es hatte sich sehr schnell herumgesprochen, daß wir keine Nazis waren, sondern das "Tausendjährige Reich" kräftig auf's Korn nahmen!"
Nach fünf Jahren als Berufskabarettist nahm Ernst König sein Studium wieder auf und promovierte "so nebenbei" über's Kabarett. "Wir waren enttäuscht, daß wir so wenig erreicht hatten", erklärt er. "Als wir uns vor fünf Jahren wieder trafen, stellten wir fest, daß nur wenige der Bühne treu geblieben waren. Alle anderen aber wurden Lehrer!"
Ernst König hat eine einfache Erklärung: "Als Kabarettist hat man einen pädagogischen Auftrag, hat man Ziele, die man verwirklichen will. Wir wollten verändern, Meinung bilden und das Nachkriegsdeutschland ein wenig wachrütteln. Erreicht haben wir wenig. Also versuchen wir in überschaubarem Kreis in der Schule doch noch etwas von dem weiterzugeben, was uns am Herzen lag!"
Der "Schulkabarettist" meint, vieles erreicht zu haben. Seinen Start als Lehrer hatte er in Düsseldorf am Humboldt-Gymnasium. Dort war es üblich, daß jährlich ein Schüleraustausch mit Westberlin stattfand. Was lag näher, als Berliner und "Westler" in Form eines Kabaretts darstellung zu lassen, was sie voneinander dachten? So entstanden die "Pempelmusen", benannt nach dem berühmten Horst Pempelfort.
Finanzprobleme gab es keine, da jedes Programm vom Fernsehen gekauft wurde. In Kettwig wollte Ernst König sich in Ruhe auf seine Pensionierung vorbereiten, doch daraus wurde nichts. Die "Kettwichte" forderten ihn ganz. Glück hatte er insofern, daß "Hänschen" Buring als Referendar mit zu den "Urkettwichten" gehörte. König machte die Texte, Buring die Musik. Dr. König: "In Hans Buring haben wir einen würdigen Nachfolger gefunden. Bald werden die Kabarettisten vom THG wieder im Fernsehen sein!"
Wie seine Zukunft aussieht? Er weiß es noch nicht genau. Fest steht eins: Er wird den Kettwichten treu bleiben. "Nach meiner Pensionierung können Hans Buring und ich gemeinsam mit den Schülern auf Tournee gehen. Vier Augen sehen halt mehr als zwei".
[Reiner Worm]

Ein doppeltes Jubiläum:
Kettwichte-Gründung und Abitur am "THG"
Ein Ehemaliger kam sogar aus Kopenhagen
KETTWIG. Die weiteste Anreise hatte ein ehemaliger THG-Schüler, der aus dem hohen Norden an die Ruhr kam. Aus Kopenhagen reiste er zum Klassentreffen seiner Mitschülerinnen und -schüler in die Gartenstadt.
Ansonsten waren die meisten Ehemaligen, die vor 20 Jahren am THG ihr Abi "gebaut" hatten, seßhaft geblieben - nur wenige hatten der Gartenstadt den Rücken gekehrt.
Doch nicht nur dieses eine Jubiläum galt's zu feiern: Vor 22 Jahren wurden am THG die "Kettwichte" gegründet - und dieser Jahrgang gehört zu den Urkettwichten. Der damalige Leiter Dr. Ernst König und der heutige "Oberkettwicht" Hans Buring hatten es sich nicht nehmen lassen, an dieser Wiedersehensfeier teilzunehmen.
Die Pädagogen müssen damals großen Eindruck auf ihre Schüler gemacht haben, denn im Laufe des Abends stellte sich heraus, daß viele der Pennäler heute "ausgewachsene Lehrer" sind. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm...!

Kettwiger Stadtteil-Zeitung vom 18. Juli 1987

Kettwiger Stadtteil-Zeitung 18.07.87

Vorne links: Herr Schleiser (Vater von Martin), ganz hinten links: Manfred Schrader, vorne rechts: Richard Laudage, rechts hinter ihm: Hanns-Lutz Roedde, von dem ich leider kein anderes Portrait habe. Übrigens, der "Ehemalige aus Kopenhagen" bin ich, da ich von 1986 bis 1989 aus beruflichen Gründen in Dänemark gelebt habe.

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