Copyright © 2002 by Heinz Boente |
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eine Tragikomödie mit Erläuterungen in III Akten |
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I. Akt |
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1. Szene - Die Vorgeschichte |
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Dieser Dokumentationsfimmel wurde [B] zum Verhängnis und diesen Link hätte er auch lieber weglassen sollen, denn dann
hätten die Spürhunde der Agentur [T] sich wesentlich schwerer getan. Aber so ist er nunmal, dieser [B]: immer an das Gute im Menschen glaubend. Bitte einfach weiterlesen... |
[B] sitzt vor seinem Computer und veröffentlicht guten Mutes auf seiner Webseite über [D], ein großartiger Mensch und hochrangiger Kulturträger, unter der Rubrik "Fotogalerie" - oder so ähnlich - eine Reihe von Fotos des Protagonisten aus dessen verschiedenen Lebensphasen. Darunter befindet sich auch eines, das über 20 Jahre alt ist und vom Schutzumschlag eines [D]-Buches stammt. Da [B] auf allen seinen Webseiten stets um eine möglichst präzise und umfassende Dokumentation bemüht ist, schreibt er selbstverständlich den Namen der Medienagentur [T] dazu, welchen er dem Impressum des Buches entnommen hat, und schaltet ebenso selbstverständlich auch einen Link zu dieser Agentur - ohne ihr auch nur einen einzigen Cent bzw. Pfennig dafür in Rechnung zu stellen, geschweige denn überhaupt daran zu denken, so etwas jemals zu tun. |
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2. Szene |
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An solch einem sonnigen Frühherbsttag findet [B] zu seinem Erstaunen einen Brief der Agentur [T] mit folgendem Wortlaut in seinem Briefkasten vor: |
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Den freundlichen Grüßen war eine Forderung von knapp 200 Euro beigefügt, die sich aus einem Garantiehonorar (?), den Kosten für die Internet-Recherche (!!!) und der unvermeidlichen Mehrwertsteuer zusammensetzte. Dennoch, eine Menge Geld. |
Sehr geehrter Herr [B], |
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3. Szene |
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Daraufhin setzt [B] sich vor seinen Computer und schreibt der Agentur [T] spontan folgende, mit einer Bitte verbundene Erklärung: |
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Merke - und das ist ziemlich entscheidend, deshalb der Fettdruck - [B] hat sofort nach dem ersten Brief der Agentur [T] (siehe 2. Szene) das fragliche Foto von der [D]-Webseite entfernt, was er [T] in seinem Brief ausdrücklich bestätigt. |
Sehr geehrte [T], |
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4. Szene |
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Ihr Verständnis und ihre Kooperationsbereitschaft demonstriert die Agentur [T] ein paar Tage später folgendermaßen: |
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Klar, wer nur Bares auf seinem Konto sehen will, um sich endlich Lebensmittel kaufen zu können, dem kann nun wirklich keine
einzige Erklärung sachgerecht genug sein. [G] zu [B]: "Zahl' das doch, dann ist Ruhe!" |
Sehr geehrter Herr [B], |
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5. Szene |
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Fast 200 Euro sind bekanntermaßen eine Menge Geld, deshalb schreitet [B] trotz des immer noch währenden Herbstsonnenscheins erneut zu seinem Computer und tippt an die Agentur [T] einen Brief wie folgt: |
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Im Impressum des Buches steht nämlich lediglich, daß das Foto von [D] auf dem Schutzumschlag von der Agentur [T] stammt, aber nicht ausdrücklich, daß diese auch ein immerwährendes Copyright daran hat. Unter diesem Aspekt ist eine versehentliche Copyright-Verletzung durchaus möglich, es sei denn, man ist nicht Webdesigner, sondern Voll-(?)-Jurist. |
Sehr geehrte [T], |
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6. Szene |
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Den o. a. frdl. Gruß mitsamt den weiteren Zeilen der Deutschen Post AG anvertraut habend, lehnt [B] sich nun in der noch wärmenden Herbstsonne zurück und harrt der Dinge, die da kommen werden. Und sie kommen tatsächlich alsbald in Form des folgenden Briefes der Agentur [T]: |
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Na gut, zugegeben, als völlig gegenstandslos konnte die Mahnung zu diesem Zeitpunkt guten Gewissens noch nicht betrachtet werden, zumindest nicht aus dem Blickwinkel der Agentur [T]. |
Sehr geehrter Herr [B], |
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Trotzdem endet hier der I. Akt, denn jetzt kommt der große Auftritt eines weiteren Hauptdarstellers: die Anwaltskanzlei [A], und das rechtfertigt den Fortgang der Tragikomödie mit dem II. Akt. |
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Es wird jedoch dringend empfohlen, zunächst eine kleine Pause im Foyer einzulegen und sich mit Erfrischungsgetränken zu versorgen, denn der II. Akt ist lang! |
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